Zubehör für eine CPAP-Therapie
Gerät
Allgemeine Handhabung des Geräts

Bei Reisen das Therapiegerät sachgerecht einpacken und ggf. den Atemluftanfeuchter entleeren. Bei Auslandsreisen überprüfen, ob für das betreffende Land eine Zollbescheinigung benötigt wird. Diese können Sie in unseren Unternehmen ausgestellt bekommen.

Bei Flugreisen rechtzeitig mit der Fluggesellschaft Kontakt aufnehmen und nach den Transportbedingungen für das Gerät nachfragen.

Das Gehäuse von CPAP- oder Bilevel-Gerät mit einem nebelfeuchten Lappen von Zeit zu Zeit abwischen. Dabei kann Neutralseife verwendet werden. Aggressive Reinigungs- oder Desinfektionsmittel schädigen die Kunststoffoberflächen der Geräte. An die Eingangsbuchsen darf keine Flüssigkeit gelangen!

Das CPAP- oder Bilevel-Gerät nicht auf dem Fußboden oder in anderen staubbelasteten Zonen aufstellen, das Gerät saugt sonst vermehrt den Hausstaub ab, wodurch die Gerätefilter stark belastet werden.

Haustiere unbedingt vom Gerät fernhalten. Nicht in dem Zimmer rauchen, in dem das Gerät aufgestellt ist. Die Ablagerungen durch den Rauch schädigen die luftführenden Teile des Geräts und können zu erheblichen Fehlfunktionen des Gerätes führen. Verschiedene Partikel im Zigarettenrauch sind so winzig, dass sie die Filter im Lufteinlass der Geräte passieren können.

Die Filter unbedingt nach den Herstellerangaben wechseln, diese können der Gebrauchsanweisung des Gerätes entnommen werden. Stark verunreinigte Filter können die Gerätefunktion beeinträchtigen. Bitte achten Sie darauf, dass die Raumluft nicht durch Kerzen, Öfen etc. zu stark verrußt. Da das Therapiegerät im Betrieb eine große Menge Raumluft ansaugt, werden die Filter hierdurch stark belastet.

Maske
Eine CPAP-Maske ist ein wichtiger Bestandteil der CPAP-Therapie und stellt zudem eine sensible Schnittstelle zwischen Mensch und Therapiegerät dar. Für den Patienten ist die Maske der wahrscheinlich kritischste Punkt innerhalb der Schlafapnoe-Therapie, denn sie sitzt Tag für Tag mehrere Stunden auf sensiblen Gesichtsbereichen. Für eine erfolgreiche CPAP-Therapie ist es deshalb besonders wichtig, die passende Schlafapnoe-Maske zu finden.

Maske und Atemluftbefeuchter: Wie gelangt der Luftstrom in die Atemwege?

Die Luft wird vom Therapiegerät über ein Schlauchsystem zur Maske gebracht (meist Nasen- oder Mund-Nasen-Maske). Die Maske ist zentraler Bestandteil der Therapie. Wenn die Maske nicht optimal sitzt, stört sie den Schlafkomfort des Patienten und beeinträchtigt gleichzeitig die Therapie. Um das zu vermeiden, bleibt eine gründliche Maskenauswahl und -anpassung im Schlaflabor unentbehrlich. Auf diesem Wege können Patienten sicher die ihrer Therapie und ihrem Komfortanspruch am meisten zusagende Maske wählen. Manche Patienten haben empfindliche Nasenschleimhäute, die schnell austrocknen. Daher benötigen sie zusätzlich einen Atemluftbefeuchter, der durch Wasserdampf die Atemluft erwärmen kann. Dank der dadurch erzielten höheren Luftfeuchtigkeit wird das Austrocknen der Atemwege besonders in der kalten Jahreszeit verhindert.

Passform

Die Maske muss bequem ansitzen, es dürfen auch nach längerem Gebrauch keine Druckstellen resultieren. Es ist wichtig, dass die Maske optimal passt, auch wenn Sie den Kopf heben, senken oder zur Seite bewegen. Geben Sie sich nicht zufrieden, wenn dies nicht oder nur teilweise der Fall ist. Ggf. kann eine andere Größe oder eine andere Maske ausprobiert werden, es gibt fast immer eine Lösung für einen optimalen Sitz.

Auspacken

Bitte lesen Sie aufmerksam die Gebrauchsanweisung der Maske und zögern Sie nicht uns anzusprechen, wenn Sie noch Fragen haben. Bitte bewahren Sie die Gebrauchsanweisung und möglicherweise in der Packung befindliche Ersatzteile sorgfältig auf. Wir empfehlen die Maske vor dem ersten längeren Einsatz einmal mit klarem Wasser auszuspülen und anschließend zu trocknen.

Allgemeiner Umgang
Die Atemmaske ist ein hochwertiges Medizinprodukt, welches normalerweise über viele Monate hinweg der Erhaltung oder Wiederherstellung Ihrer Gesundheit dienen wird. Bitte tragen Sie mit einem sorgsamen Umgang zu diesem Erfolg bei. Bitte achten Sie insbesondere auf eine angemessene Aufbewahrung und rauchen Sie auf keinen Fall in der Umgebung von Atemmaske und Therapiegerät.

Reinigung der Maske

Die Wirksamkeit einer Schlafapnoe-Therapie ist in hohem Maß von der Maske abhängig, mit der sie durchgeführt wird. Je einfacher der Umgang und je höher der Komfort, den die Maske bietet, desto besser ist das Ergebnis der Therapie. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Reinigung. Immerhin berührt und bedeckt die Maske für viele Stunden in der Nacht oder am Tag eine unserer sensibelsten Körperregionen: das Gesicht. Nahezu alle Komponenten unserer Masken – mit Ausnahme der Kopfbefestigung – können Sie mit der Hand in warmem Wasser mit etwas neutralem Spülmittel oder in der Spülmaschine bis 65 °C reinigen. Zu den einzelnen Komponenten gehören zum Beispiel Maskenkörper und -wulst, Stirnpolster und -stütze sowie Bänderungsclips. Lassen Sie die Maske nach der Reinigung vollständig an der Luft trocknen. Die Kopfbänderung sollte einmal wöchentlich mit der Hand in warmem Wasser gewaschen werden, bei fettiger Haut gegebenenfalls öfter. Bitte beachten Sie die Herstellerangaben!

Kopfbänder Kopfbänder zur Befestigung der Atemmaske können zumeist in der Waschmaschine bei 40°C Temperatur gewaschen werden. Bitte beachten Sie jedoch ggf. abweichende Herstellerangaben in der Gebrauchsanweisung der Maske. Alternativ können die Bänder mit der Hand gewaschen werden. Bitte schließen Sie vor einem Maschinenwaschgang unbedingt die Klettbänder.

Hygiene bei der Atemmaske

Die Maske sollten Sie regelmäßig mit Wasser reinigen und vor dem nächsten Einsatz trocknen. Bitte verwenden Sie dabei keine aggressiven Reinigungsmittel, diese können die Atemmasken zerstören und Ihre Haut reizen. Vorteilhaft ist die Verwendung von hautfreundlichen Spezialreinigern wie Löwosan®. Für die tägliche Reinigung können auch spezielle Maskenreinigungstücher (CPAPMasken-Reinigungstücher) verwendet werden. Bei häuslichem Gebrauch ist es in der Regel nicht erforderlich die Maske zu desinfizieren. Bitte spülen Sie die Maske nach jeder Reinigung sehr gründlich mit Wasser nach, damit sich keine übermäßigen Rückstände von Seife oder Reinigungsmitteln auf der Maske befinden. Bitte beachten Sie die übrigen Pflegehinweise der Hersteller in der Gebrauchsanweisung der Maske.


Atemschlauch
Hygiene beim Atemschlauch
Den Atemschlauch häufig reinigen, hierfür können Spezialreiniger wie LÖWOSAN® zum Einsatz kommen. Nach der Reinigung gründliche Trocknung, hierfür kann der Schlauch vorzugsweise senkrecht aufgehängt werden. Desinfektionsmittel, Haushaltsreiniger etc. sollten grundsätzlich vermieden werden. Es kann für die Reinigung handwarmes Wasser verwendet werden, niemals sehr heißes oder kochendes Wasser verwenden! Die Atemschläuche werden dadurch zerstört und es besteht Verletzungsgefahr!

Bei Einsatz von Schläuchen mit einem innenliegenden Druckmessschlauch sollten Sie diesen, bei einer Reinigung mit Wasser, vorher verschließen. Da Wassertropfen aus den dünnen Schläuchen kaum abfließen, kann dies zu erheblichen Fehlfunktionen der Geräte führen. Wenn vorhanden, Trocknungsmodus im Therapiegerät einsetzen insbesondere bei Verwendung von oben genannten Druckmessschläuchen.

Atemluftbefeuchter
Ein beheizter Atemluftbefeuchter bei der Schlafapnoetherapie dient der Pflege der oberen Luftwege und beseitigt dort häufig ein Trockenheitsgefühl. Allerdings benötigt nicht jeder Patient einen Anfeuchter, in vielen Fällen stellt sich auch ohne ein entsprechendes Zusatzgerät ein optimaler Therapieerfolg ein.

Nachfolgend sind als Ergänzung zur jeweiligen Gebrauchsanweisung Tipps aufgeführt, die für alle Anfeuchter bei der Schlafapnoetherapie gelten.

Kondenswasserbildung

Mit der positiven Wirkung eines beheizten Anfeuchters kann eine Kondenswasserbildung in Maske und Schlauch einhergehen. Dieses Wasser entsteht, weil die durch den Anfeuchter erwärmte Luft eine größere Menge Wasserdampf aufnehmen kann. Auf dem Weg vom Anfeuchter zur Maske kühlt sich die Luft wieder etwas ab. Kältere Luft kann nicht so viel Wasserdampf aufnehmen, sodass ein Teil des Dampfes kondensiert und damit Wassertropfen entstehen. Eine zusätzliche Kondensation entsteht in der Maske bei kalter Umgebungsluft durch die Ausatemluft. Ist die Wassermenge sehr groß, kann dies die Therapie stören und unkomfortabel machen.

Die Kondenswasserbildung ist umso größer, je höher die Anfeuchterleistung eingestellt ist und je niedriger die Raumtemperatur im Schlafzimmer ist.

Die Anfeuchterleistung sollte so eingestellt werden, dass es für den Patienten noch angenehm ist. Die Raumtemperatur sollte ggf. soweit erhöht werden, dass man noch angenehm schlafen kann. Der Anfeuchter kann ohnehin eine sehr kalte Raumluft nicht vollständig kompensieren.

Der Anfeuchter sollte so aufgestellt werden, dass er der tiefste Punkt im System ist. Es fließt dann Kondenswasser automatisch zurück in die Kammer statt in die Maske. Dadurch werden auch Blubbergeräusche im Schlauch verhindert. Sollten diese Tipps nicht zum Erfolg führen, so kann eine spezielle Schlauchhülle zur Wärmeisolation Abhilfe schaffen. Wenn möglich können die Schläuche auch unter der Bettdecke verlegt werden. Helfen alle beschriebenen Maßnahmen nicht, so kann ein Therapiesystem mit Heizschlauch Abhilfe schaffen und den Therapiekomfort wieder herstellen. Nachteilig ist dabei der hohe Stromverbrauch.

Bei sehr kalter Raumtemperatur reicht möglicherweise auch eine Schlauchheizung nicht mehr zur kompletten Vermeidung von Kondenswasser aus.

Hygiene bei Anfeuchtern

Den Anfeuchter täglich ausleeren und mit klarem Wasser ausspülen. Anschließend die Wasserkammer trocknen. Eine Reinigung mit einem Spezialreiniger wie LÖWOSAN® ist wünschenswert, in Abhängigkeit von den Herstellerangaben auch eine Reinigung in der Spülmaschine. Dabei das Gerät nicht zusammen mit größeren Essensresten reinigen, da sich sonst die Dichtungen verfärben! Keine Spülprogramme mit Temperaturen über 65°C verwenden. Nur warmes Wasser verwenden, wenn die sanitären Einrichtungen (Heizung) nachweislich über ein effizientes Keimreduktionsprogramm für Legionellen verfügen. Ansonsten Kaltwasser verwenden. Das Wasser täglich wechseln! Die Anfeuchter bei Schlafapnoetherapie arbeiten durch Konvektion. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen ist die Verwendung von sterilem Wasser bei Einhaltung der genannten Empfehlungen nicht erforderlich. Entionisiertes Wasser kann zur Reduktion des Kalkgehaltes nützlich sein, sollte jedoch der Norm VDE 0510 entsprechen und für kosmetische Zwecke geeignet sein. Entionisiertes („destilliertes") Wasser für technische Zwecke kann Krankheitskeime enthalten. Kalkrückstände sollten auch aus hygienischen Gründen regelmäßig aus dem Anfeuchter entfernt werden, hier ist die Verwendung von hochwertigen Entkalkern zu empfehlen.

Transport

Vor einem Transport des Anfeuchters diesen stets vollständig entleeren, da sonst das Wasser in das Gerät zurückfließen und dort Schäden verursachen kann! Gleiches gilt vor jedem Einpacken des Geräts in eine Transporttasche! Als Erinnerungshilfe ist dem Anfeuchter ein Warnaufkleber beigelegt, den Sie auf dem Anfeuchter gut sichtbar anbringen können.

Zusätze

Aus technischer Sicht kann die Zugabe von Salzen selbst bei sachgerechter Dosierung, insbesondere bei Anfeuchtern mit Wärmeplatten aus Metall, zu Korrosion führen und wird daher grundsätzlich nicht empfohlen.

Die Beigabe anderer Stoffe wie ätherische Öle etc. sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, da einige dieser Substanzen zu allergischen Reaktionen führen können. Zudem können diese Substanzen die Anfeuchterkammern auf Dauer schädigen.